Den blinden Göttern

Den blinden Göttern

Uhly: Den blinden Göttern

Den blinden Göttern
Roman
Gebunden ohne Schutzumschlag
266 Seiten
€ (D) 22.00 | CHF 29.00 (UVB)| € (A) 22.60
ISBN 78-3-906910-44-4
ISBN 978-3-906910-45-1 (E-BOOK)
Warengruppe 1112
Lieferbar

Komplex, sehr lustig und ungemein verwirrend
Sigrid Brinkmann, Deutschlandradio Kultur

 

Dem Buchhändler Friedrich Keller wird von einem verwahrlosten Unbekannten  ein Manuskript mit Gedichten zugespielt. Keller, neurotischer Einzelgänger und

passionierter Kenner der Dichtkunst, beginnt eines Tages das Manuskript zu lesen und entdeckt bald, dass ihm ein Meisterwerk vorliegt. Geraume Zeit

später erkennt er den Mann auf der Straße wieder und folgt ihm spontan in die derbe Welt einer Säufer- und Hurenkneipe, wo er das Gespräch mit dem Genie

sucht. Die Begegnung bringt seine Welt ins Wanken. Als der Dichter eines Tages bei Keller zuhause aufkreuzt, gerät sie vollends aus den Fugen.

Was war geschehen?

 

Steven Uhly nutzt das Spiel von Dichtung und Wahrheit in so raffinierter Weise,dass man nicht zu entscheiden vermag, ob »Den blinden Göttern« Krimi, Burleske oder hermeneutische Deutung ist. Vor allem aber wird nicht klar, ob hier eine wahre Geschichte vorliegt oder aber die Persiflage einer solchen. Denn die  Gedichte gibt es wirklich und sie sind – zumindest will es uns so scheinen – meisterhaft.

Steven Uhly hat dem Verlag gegenüber diesbezüglich sehr widersprüchliche Äußerungen gemacht. Wir hatten daher kurzfristig in Erwägung gezogen, auf eine Veröffentlichung zu verzichten, da wir die Befürchtung hegten, in eine Grauzone zu geraten. Doch die außergewöhnliche Qualität beider Manuskripte – die Sonett-Sammlung und die ihr zur Seite gestellte Erzählung – ließ uns keine andere Wahl.